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Österreichische Goldmünzen verkaufen: Dukaten, 1000 Schilling und Kronen
Ratgeber

Österreichische Goldmünzen verkaufen: Dukaten, 1000 Schilling und Kronen

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Der Wert einer österreichischen Goldmünze ergibt sich fast immer aus einer einfachen Rechnung: Feingoldgewicht mal Tageskurs. Ein 4 fach Dukat enthält 13,76 Gramm reines Gold, eine 1000 Schilling Babenberger 12,15 Gramm, eine 100 Kronen 30,48 Gramm. Sie müssen also nur wissen, welche Münze Sie vor sich haben, dann können Sie den Wert selbst ausrechnen.

Viele Menschen kommen zu uns mit einer kleinen Schachtel, die jahrzehntelang im Schrank stand. Oft stammt sie von den Eltern oder Großeltern, und niemand weiß mehr genau, was drin ist. Ein paar goldene Münzen mit alten Jahreszahlen, vielleicht ein Schilling Stück, das man noch aus der Kindheit kennt. Wir erklären hier in Ruhe, was diese Münzen sind und wie Sie ihren Wert einschätzen.

Golddukaten: die häufigste Münze in österreichischen Haushalten

Der Dukat ist die klassische österreichische Goldmünze. Es gibt ihn in zwei Größen, und beide haben denselben sehr hohen Feingehalt von 986 Tausendteilen. Das entspricht knapp 24 Karat, also fast reinem Gold. Deshalb sind Dukaten weicher und empfindlicher als andere Münzen, kleine Kratzer sind völlig normal.

Der einfache Dukat wiegt 3,49 Gramm und enthält 3,44 Gramm Feingold.

Der 4 fach Dukat wiegt 13,96 Gramm und enthält 13,76 Gramm Feingold. Er ist mit rund 39,5 Millimetern deutlich größer und wirkt für sein Gewicht ungewöhnlich dünn und breit.

Fast alle Dukaten, die heute in Privatbesitz auftauchen, tragen die Jahreszahl 1915. Das führt oft zu Missverständnissen. Diese Münzen sind meist keine über hundert Jahre alten Originale, sondern offizielle Nachprägungen der Münze Österreich, die bis heute hergestellt werden. Sie haben deshalb keinen zusätzlichen Sammlerwert, sondern werden nach ihrem Goldgehalt bewertet. Das ist kein Nachteil, es bedeutet nur, dass der Preis sich klar und nachvollziehbar berechnen lässt.

Die 1000 Schilling Babenberger

Diese Münze kennen viele Österreicher, weil sie 1976 groß angekündigt wurde. Sie erschien am 22. Oktober 1976 zum Gedenken an tausend Jahre Babenberger und war die erste Schilling Goldmünze der Zweiten Republik.

Ihre Daten: 900 Tausendteile Feingehalt, 13,5 Gramm Gesamtgewicht, davon 12,15 Gramm Feingold, 27 Millimeter Durchmesser. Die Auflage lag bei 1,8 Millionen Stück, sie ist also nicht selten. Auf der Vorderseite sehen Sie das Reitersiegel von Herzog Friedrich II. mit der Umschrift zur Einsetzung der Babenberger, auf der Rückseite das Bundeswappen.

Ein Hinweis, der oft für Enttäuschung sorgt und den wir lieber vorher klarstellen: Der aufgeprägte Nennwert von 1000 Schilling spielt für den Wert keine Rolle. Umgerechnet wären das nur etwa 72 Euro. Seit Ende 2001 ist die Münze ohnehin kein gültiges Zahlungsmittel mehr. Was sie wertvoll macht, ist ausschließlich das Gold darin, und das ist heute ein Vielfaches des alten Nennwerts.

Kronen Goldmünzen aus der Kaiserzeit

Die Kronen Münzen stammen noch aus Österreich Ungarn und tauchen in Erbschaften regelmäßig auf. Alle haben einen Feingehalt von 900 Tausendteilen.

20 Kronen wiegen 6,775 Gramm und enthalten 6,09 Gramm Feingold.

100 Kronen wiegen 33,875 Gramm und enthalten 30,48 Gramm Feingold. Das ist die schwerste dieser Münzen und entsprechend die wertvollste.

10 Kronen sind die kleinste Variante.

Auch hier gilt dasselbe wie beim Dukaten: Die gängigen Stücke mit der Jahreszahl 1915 bei den 20 und 100 Kronen und 1912 bei den 10 Kronen sind offizielle Nachprägungen. Sie werden nach Goldgehalt bewertet.

Achtung beim Maria Theresien Taler: das ist Silber

Diesen Fall erleben wir oft. Jemand bringt eine große, schwere Münze mit dem Porträt von Maria Theresia und ist überzeugt, es sei Gold. Das ist es nicht. Der Maria Theresien Taler besteht aus Silber mit einem Feingehalt von 833 Tausendteilen, wiegt 28,07 Gramm und enthält 23,39 Gramm Feinsilber.

Er hat trotzdem einen echten Materialwert, nur eben einen anderen. Wichtig zu wissen: Alle Nachprägungen tragen die Jahreszahl 1780, unabhängig davon, wann sie tatsächlich hergestellt wurden. Und er gehört zu den am häufigsten gefälschten Münzen der Welt, weshalb eine Prüfung hier besonders sinnvoll ist. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zum Silber Ankauf.

So berechnen Sie den Wert selbst

Die Formel ist immer dieselbe:

Feingoldgewicht in Gramm mal aktueller Goldpreis pro Gramm.

Ende Juli 2026 liegt der Goldpreis bei rund 115 Euro pro Gramm Feingold. Das ist ein historisch hohes Niveau, der Kurs bewegt sich aber täglich, deshalb ist das nur ein Anhaltspunkt ohne Gewähr.

Ein Beispiel mit diesem Kurs: Ein 4 fach Dukat mit 13,76 Gramm Feingold käme rechnerisch auf etwa 1.580 Euro. Eine 1000 Schilling Babenberger mit 12,15 Gramm auf etwa 1.400 Euro.

Den tagesaktuellen Kurs sehen Sie live auf unserer Seite Goldpreis, die konkreten Ankaufspreise finden Sie unter Ankaufspreise.

Eine Ausnahme gibt es: Bei seltenen Originalprägungen in sehr gutem Zustand kann der Sammlerwert über dem Goldwert liegen. Das betrifft nur einen kleinen Teil der Münzen, aber wenn wir bei der Prüfung so ein Stück entdecken, sagen wir Ihnen das. Wir kaufen keine Sammlermünze zum reinen Goldpreis an, ohne Sie darauf hinzuweisen.

Geerbte Münzen verkaufen

Wenn Sie die Münzen geerbt haben, gibt es zwei Punkte, die für Sie wichtig sind.

Steuerlich ist der Verkauf in den allermeisten Fällen unproblematisch. Bei physischem Gold ist der Gewinn nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, und bei einer Erbschaft übernehmen Sie die Haltedauer des Verstorbenen. Da geerbte Münzen fast immer schon jahrzehntelang im Besitz waren, ist der Verkauf in der Regel sofort steuerfrei. Ausführlicher haben wir das in unserem Beitrag zur Spekulationsfrist beschrieben. Bei größeren Beträgen oder unklaren Fällen lassen Sie das bitte von einem Steuerberater prüfen, wir sind keine Steuerberater.

Bei mehreren Erben sollten Sie die Aufteilung vorher klären. Wir bewerten die Münzen gerne unverbindlich, damit alle Beteiligten wissen, worüber sie reden. Sie können mit dieser Bewertung dann in Ruhe entscheiden. Mehr dazu auf unserer Seite Erbschaft und Nachlass.

Was Sie mitbringen sollten

Bringen Sie einfach die Münzen mit, so wie sie sind. Sie müssen nichts putzen, im Gegenteil: Reinigen kann den Zustand verschlechtern und bei Sammlermünzen sogar Wert vernichten. Lassen Sie sie also bitte in Ruhe.

Etuis, Zertifikate oder alte Kaufbelege können Sie mitnehmen, wenn Sie sie haben. Nötig sind sie nicht.

Einen Lichtbildausweis brauchen Sie. Beim Ankauf von Edelmetall gilt in Österreich eine Ausweispflicht, das ist gesetzlich vorgeschrieben und bei jedem seriösen Ankäufer gleich.

Wie die Bewertung bei uns abläuft

Wir prüfen jede Münze vor Ihren Augen am Tisch. Zuerst bestimmen wir, um welche Münze es sich handelt und ob sie echt ist. Dann wiegen wir sie auf einer geeichten Waage, die Sie mitlesen können. Anschließend rechnen wir Ihnen den Preis vor: Feingewicht mal Tageskurs.

Was wir Ihnen sagen, bekommen Sie auch. Ohne Abzüge, ohne Bearbeitungsgebühr, ohne Kleingedrucktes. Die Auszahlung erfolgt sofort in bar oder per Echtzeitüberweisung.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Anbieter seriös arbeitet, haben wir dazu einen eigenen Ratgeber geschrieben, in dem wir die wichtigsten Erkennungsmerkmale und Warnzeichen zusammengefasst haben.

Häufige Fragen

Was ist meine 1000 Schilling Goldmünze wert? Sie enthält 12,15 Gramm Feingold. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem aktuellen Goldpreis pro Gramm, dann haben Sie den Materialwert. Der aufgeprägte Nennwert von 1000 Schilling ist für den Wert bedeutungslos.

Sind Dukaten mit der Jahreszahl 1915 antik? Meist nicht. Es handelt sich fast immer um offizielle Nachprägungen der Münze Österreich, die bis heute produziert werden. Sie werden nach ihrem Goldgehalt bewertet, nicht nach Alter.

Ist der Maria Theresien Taler aus Gold? Nein, er ist aus Silber mit 833 Tausendteilen Feingehalt und enthält 23,39 Gramm Feinsilber. Er hat einen Materialwert, aber einen deutlich niedrigeren als eine Goldmünze vergleichbarer Größe.

Muss ich meine Münzen vor dem Verkauf reinigen? Nein, bitte nicht. Reinigen kann Kratzer verursachen und bei Sammlerstücken den Wert mindern. Bringen Sie die Münzen so mit, wie sie sind.

Muss ich den Verkauf versteuern? Bei einer Haltedauer von über einem Jahr ist der Gewinn steuerfrei, und bei geerbten Münzen zählt die Haltedauer des Verstorbenen mit. In der Praxis ist der Verkauf geerbter Münzen daher meist steuerfrei. Im Zweifel fragen Sie bitte einen Steuerberater.

Brauche ich einen Ausweis? Ja. Beim Ankauf von Edelmetallen ist eine Identifizierung gesetzlich vorgeschrieben. Bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

Kommen Sie einfach vorbei

Sie finden uns in Baden am Erzherzog Rainer Ring 22, in St. Pölten in der Domgasse 4 und in Eisenstadt in der Hauptstraße 3. Bringen Sie Ihre Münzen mit und lassen Sie sie unverbindlich schätzen. Sie erfahren in wenigen Minuten, was Sie da haben und was es wert ist, und entscheiden danach in Ruhe, ob Sie verkaufen möchten.

Wenn Sie vorher wissen wollen, was wir für einzelne Münzen zahlen, schauen Sie auf Goldmünzen verkaufen.