
Maria Theresien Taler und alte Silbermünzen verkaufen
Ein Maria Theresien Taler enthält 23,39 Gramm reines Silber. Sein Wert ergibt sich aus diesem Feinsilbergewicht mal dem aktuellen Silberkurs, so wie bei jeder anderen Silbermünze auch.
Diese Münze kennt in Österreich fast jeder, auch wenn kaum jemand ihre genauen Daten kennt. Groß, schwer, mit dem Porträt der Kaiserin Maria Theresia auf der einen und dem habsburgischen Doppeladler auf der anderen Seite. Viele Menschen bringen sie zu uns und sind überzeugt, es handle sich um Gold, weil sie so wertig wirkt. Wir klären das hier auf, und erklären auch, was es mit anderen alten Silbermünzen aus Österreich auf sich hat.
Der Maria Theresien Taler ist Silber, kein Gold
Das ist der wichtigste Punkt, und wir sagen ihn lieber gleich am Anfang, damit keine falschen Erwartungen entstehen. Der Taler besteht aus Silber mit einem Feingehalt von 833 Tausendteilen. Sein Gesamtgewicht liegt bei 28,07 Gramm, davon sind 23,39 Gramm reines Silber, bei einem Durchmesser von 39,5 Millimetern.
Dass viele ihn für Gold halten, ist verständlich. Die Münze ist groß und schwer für ihre Größe, wirkt kostbar, und der Rand trägt eine aufwendige Verzierung. Trotzdem, was Sie in der Hand halten, ist Silber. Das macht die Münze nicht wertlos, sie hat einen echten Materialwert, nur eben einen anderen als Gold.
Eine Besonderheit, die Sie kennen sollten
Fast jeder Maria Theresien Taler, der heute im Umlauf ist, trägt die Jahreszahl 1780. Das bedeutet aber nicht, dass die Münze aus diesem Jahr stammt. Nach dem Tod der Kaiserin 1780 wurde diese Ausgabe als offizielle Nachprägung weitergeführt, bis heute mit derselben Jahreszahl. Eine Münze mit 1780 auf der Vorderseite kann also aus dem neunzehnten, zwanzigsten oder einundzwanzigsten Jahrhundert stammen. Das ist normal und kein Hinweis auf eine Fälschung.
Eine der meistgefälschten Münzen der Welt
Gerade weil der Taler so bekannt und so oft nachgeprägt wurde, gehört er zu den am häufigsten gefälschten Münzen überhaupt. Die meisten dieser Fälschungen enthalten weniger Silber als das Original oder bestehen aus einer ganz anderen Legierung. Für Laien ist das mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
Genau deshalb prüfen wir jede Münze bei uns fachlich, statt uns auf das Aussehen zu verlassen. Das kostet Sie nichts und gibt Ihnen Sicherheit, was Sie wirklich in der Hand haben.
Weitere alte Silbermünzen aus Österreich
Neben dem Taler tauchen in österreichischen Haushalten regelmäßig weitere Silbermünzen auf, oft aus Erbschaften.
Silberkronen aus der Kaiserzeit, etwa 1 Krone oder 5 Kronen Stücke aus Österreich Ungarn, ebenfalls mit hohem Silberanteil.
Alte Schilling Münzen, vor allem 5, 10 und 25 Schilling Stücke aus der Zeit vor 1957. Ältere Schilling Münzen enthielten noch echtes Silber, spätere Jahrgänge nicht mehr. Das lässt sich nicht am Aussehen allein bestimmen, sondern nur durch Prüfung des Prägejahres und der Legierung.
Silberbarren, die manche als Wertanlage gekauft haben und heute verkaufen möchten. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zum Silber Ankauf.
Bringen Sie einfach alles mit, was Sie haben. Wir sortieren vor Ort, was Silber ist, welchen Feingehalt es hat und was es wert ist.
Wie sich der Wert berechnet
Die Formel ist dieselbe wie bei Gold, nur mit dem Silberkurs statt dem Goldkurs. Feinsilbergewicht in Gramm mal aktueller Silberpreis pro Gramm ergibt den Materialwert. Der Silberkurs bewegt sich täglich und liegt deutlich unter dem Goldkurs, weshalb Silbermünzen naturgemäß einen kleineren Betrag ergeben als Goldmünzen ähnlicher Größe.
Eine Ausnahme gibt es auch hier. Manche historischen Silbermünzen haben einen Sammlerwert, der über dem reinen Materialwert liegt, etwa bei seltenen Jahrgängen oder besonders gutem Erhaltungszustand. Wenn wir bei der Prüfung so ein Stück entdecken, sagen wir Ihnen das ausdrücklich. Wir kaufen keine Sammlermünze stillschweigend zum reinen Silberpreis an.
Was Sie mitbringen sollten
Bringen Sie die Münzen so mit, wie sie sind. Nicht putzen, denn Reinigen kann bei Silbermünzen sogar noch mehr Schaden anrichten als bei Gold und den Wert mindern.
Etuis, alte Kaufbelege oder Echtheitszertifikate können Sie mitnehmen, wenn vorhanden, nötig sind sie nicht. Einen Lichtbildausweis brauchen Sie, das ist beim Ankauf von Edelmetallen gesetzlich vorgeschrieben.
Wie die Bewertung abläuft
Wir prüfen jede Münze vor Ihren Augen am Tisch, bestimmen Legierung und Feingehalt und wiegen auf einer geeichten Waage, die Sie mitlesen können. Anschließend rechnen wir Ihnen den Preis vor, ohne Abzüge und ohne Bearbeitungsgebühr. Die Auszahlung erfolgt sofort in bar oder per Echtzeitüberweisung.
Wenn Sie neben Silbermünzen auch Goldmünzen aus einer Erbschaft haben, etwa Dukaten oder Kronen, finden Sie dazu unseren Beitrag zu österreichischen Goldmünzen.
Häufige Fragen
Ist der Maria Theresien Taler aus Gold? Nein. Er besteht aus Silber mit 833 Tausendteilen Feingehalt und enthält 23,39 Gramm Feinsilber. Er hat einen Materialwert, aber einen deutlich niedrigeren als eine Goldmünze vergleichbarer Größe.
Warum tragen fast alle Taler die Jahreszahl 1780? Weil diese Ausgabe nach dem Tod der Kaiserin als offizielle Nachprägung mit unverändertem Datum weitergeführt wurde, bis heute. Das Jahr auf der Münze sagt also nichts über das tatsächliche Prägejahr aus.
Wie erkenne ich einen echten Taler? Zuverlässig nur durch fachliche Prüfung. Der Taler gehört zu den am häufigsten gefälschten Münzen der Welt, und Fälschungen sind mit bloßem Auge meist nicht zu erkennen.
Enthalten alte Schilling Münzen Silber? Ältere Ausgaben vor 1957 oft ja, spätere Jahrgänge meist nicht mehr. Das lässt sich nicht pauschal sagen und muss geprüft werden.
Muss ich die Münzen vor dem Verkauf reinigen? Nein, bitte nicht. Bringen Sie sie so mit, wie sie sind.
Kommen Sie einfach vorbei
Sie finden uns in Baden am Erzherzog Rainer Ring 22, in St. Pölten in der Domgasse 4 und in Eisenstadt in der Hauptstraße 3.
Bringen Sie Ihre Münzen mit und lassen Sie sie unverbindlich bestimmen und bewerten. Sie erfahren in wenigen Minuten, was Sie da haben, und entscheiden danach in Ruhe, ob Sie verkaufen möchten.
